Regionales Rindfleisch ab Hof – Dexter-Rind aus Bio-Weidehaltung

Der Kietzer Landhof liegt südlich von Berlin in der Region Teltow-Fläming und ist aus Berlin, Potsdam und dem südlichen Berliner Umland gut erreichbar.
Wir halten unsere Dexter-Rinder ganzjährig draußen und im Herdenverband auf unseren ökologisch bewirtschafteten Flächen. Unser Rindfleisch und unsere Wurstprodukte können im Online-Hofladen vorbestellt und anschließend direkt auf dem Hof abgeholt werden.

So funktioniert die Bestellung

1. Verfügbare Fleisch- und Wurstprodukte im Online-Hofladen auswählen.

2. Produkte online, telefonisch oder per WhatsApp vorbestellen.

3. Abholtermin vereinbaren oder zu den festen Abholzeiten vorbeikommen.

Warum unser Dexter-Rindfleisch besonders ist:

Wir betreiben eine Mutterkuhhaltung, d.h. die Kälber wachsen bei ihren Müttern in der Herde auf und entwickeln sich langsam und artgerecht. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von Gras und Heu unserer ökologisch bewirtschafteten Flächen. Sie werden nicht gemästet und bekommen keine Medikamente, die aus medizinischer Sicht nicht notwendig sind.

Die Herde umfasst bewusst nur rund 30 Tiere. Diese überschaubare Größe ermöglicht eine ruhige und naturnahe Haltung mit viel Platz und möglichst wenig Eingriffen.

Nicht wenige Liebhaber von Dexter-Rindfleisch schätzen den besonderen Charakter der alten Rasse. Das Fleisch wird häufig als besonders aromatisch, fein nussig und leicht wildartig beschrieben. Die langsame Aufzucht und die ganzjährige Weidehaltung tragen zu diesem unverwechselbaren Geschmack bei.

Gegrilltes Entrecôte vom Dexter-Rind, medium-rare auf Holzbrett serviert mit frischen Kräutern
Gegrilltes T-Bone-Steak vom Dexter-Rind vom Kietzer Landhof in Brandenburg
Rote Dexter-Kuh mit rotem Kalb beim Grasen auf den Weiden des Kietzer Landhofs in Brandenburg

Weideschuss – Schlachtung ohne Transportstress

Unsere Rinder verbringen ihr gesamtes Leben auf der Weide. Deshalb nutzen wir die Möglichkeit des genehmigten Weideschusses. Das Tier verbleibt bis zuletzt in seiner vertrauten Umgebung – ohne Verladen, ohne Transport und ohne Schlachthof.

Der Weideschuss erfolgt durch geschulte Schützen unter behördlicher Genehmigung und tierärztlicher Kontrolle. Der organisatorische Aufwand ist erheblich, entspricht für uns jedoch konsequent unserer Form der Mutterkuhhaltung und unserem Verständnis von Tierwohl.

Mehr Infos zum Thema Weideschuss findet ihr bei „Fleischglück“ von Thomas Winnacker.

Ökologische Haltung und regionale Verarbeitung

Unser Betrieb ist nach EU-Öko-Verordnung zertifiziert. Die Tiere wachsen artgerecht und mit besonderem Blick auf Tierwohl auf ökologisch bewirtschafteten Flächen auf und werden ausschließlich mit Gras und Heu aus eigener beziehungsweise ökologischer Erzeugung versorgt. Medikamente werden nur eingesetzt, wenn sie aus tierärztlicher Sicht notwendig sind.

Die Verarbeitung erfolgt regional in Zusammenarbeit mit der Fleischerei Lehmann in Trebbin. Da der Verarbeitungsbetrieb nicht biozertifiziert ist, darf unser Fleisch rechtlich nicht als Bio-Fleisch vermarktet werden.

Für uns stehen transparente Herkunft, regionale Verarbeitung und nachvollziehbare Erzeugung im Mittelpunkt.

Sehen, wo’s herkommt.

Fragen & antworten

Reifung macht das Fleisch zarter und geschmackvoller. Natürliche Enzyme bauen dabei das Bindegewebe ab, sodass die edlen Kurzbratstücke weich und aromatisch werden. Schmorfleisch braucht diese Reifung nicht. Gulasch, Braten, Rouladen etc. werden weich durch das lange Garen bei niedrigen Temperaturen.

Nein. Nur Kurzbratstücke wie Entrecôte, Rumpsteak, Hüftsteak, Filet, T-Bone-Steak werden gereift. Stücke wie Schulter oder Vorderteil müssen nicht reifen, weil sie die Zartheit durch langes Garen bei niedrigeren Temperaturen erreichen.

Unser Fleisch wird vakuumverpackt und sofort tiefgefroren. Die eigentliche Reifung findet dann bei euch zu Hause im Kühlschrank im eigenen Saft statt, sobald ihr das Fleisch auftaut. Jetzt beginnt der Aging-Prozess. Etwa drei Wochen sollte es im Kühlschrank liegen, bevor es zart und aromatisch verzehrt werden kann.

Tipp: Besonders für Kurzbratstücke wie Entrecôte, Rumpsteak oder Filet lohnt sich die Reifung, da sie so besonders zart und aromatisch werden.

Dry-Aging ist ein lagerintensives Verfahren, für das weder wir noch unsere Fleischerei ausreichend Kapazitäten haben. Hinzu kommt, dass beim Dry-Aging ein Teil des Fleisches verloren geht, weil die luftgetrockneten Stücke außen hart werden und abgeschnitten werden müssen.

Wir setzen deshalb auf wet-aging, bei dem das Fleisch saftig bleibt, praktisch gelagert werden kann und nur minimale Verluste entstehen.

Ja, wir setzen auf Wet-Aging. Unser Fleisch wird vakuumverpackt und tiefgefroren, sodass die Reifung bei euch zu Hause im eigenen Saft im Kühlschrank weiterlaufen kann, sobald es aufgetaut ist.

Wet-Aging ist praxisnah und ressourcenschonend – im Gegensatz zum Dry-Aging entstehen keine Fleischverluste.

Dieses Verfahren entspricht auch dem Reifeprozess, dem importiertes Fleisch aus Südamerika, z. B. aus Argentinien oder Uruguay, unterliegt: in Kühlcontainern gelagert, reift es während des Transports im eigenen Saft.

Unser Fleisch wird nach der Schlachtung fachgerecht zerlegt, portioniert, vakuumverpackt, etikettiert und gleich tiefgefroren. So bleibt es hygienisch geschützt und gut haltbar.

Unsere Landwirtschaft ist nach den EU-Bio-Richtlinien biozertifiziert. Das bedeutet: Unsere Rinder wachsen bio auf, erhalten keine unnötigen Medikamente, keine Hormone und kein wachstumsförderndes Zusatzfutter. Sie leben artgerecht im Herdenverband und ganzjährig draußen auf der Weide. Die Fütterung erfolgt ausschließlich mit Gras und Heu von unseren biozertifizierten Grünland- und Ackerflächen. Laktierende Mutterkühe oder Tiere bei rauem Wetter erhalten zusätzlich auch mal eiweißreiche Bio-Luzerne (Alfalfa).

Die Fleischvermarktung erfolgt zwar regional und transparent, aktuell aus organisatorischen Gründen aber nicht biozertifiziert. In Brandenburg gibt es nur wenige Fleischereien, die auch schlachten. Wir sind froh, mit der Fleischerei Lehmann einen Partner gefunden zu haben, der in unmittelbarer Nähe Qualität liefert und kurze Transportwege ermöglicht.

Konkret betrifft das vor allem die Wurstprodukte, die mit konventionellen Gewürzen und Zusatzstoffen produziert werden. Außerdem, dass die Produktionslinien von Bio- und konventionellen Fleischprodukten nicht explizit getrennt werden.Ein weiterer Punkt sind die Reinigungs- und Verpackungsmaterialien, die nicht den Biovorgaben entsprechen. 

Nein, wir haben nicht jederzeit alle Fleisch- und Wurstsorten vorrätig. Da wir nur eine kleine Herde halten und das gesamte Tier verwerten, gibt es unser Rindfleisch und die Wurstwaren nur in begrenzten Mengen und zu ausgewählten Terminen. Je nach Schlachtung und Nachfrage können einzelne Teilstücke oder Produkte daher bereits vergriffen sein.

Tipp: Trag dich in unseren Newsletter ein oder melde dich direkt bei uns, um über aktuelle Verfügbarkeiten informiert zu bleiben.

Unsere Dexter-Rinder leben ganzjährig auf der Weide in der Mutterkuhherde. Die Kälber bleiben bei ihren Müttern, spielen miteinander und werden abwechselnd von den Kühen betreut – so lernen sie ihr natürliches Verhalten. Die Tiere bewegen sich frei und tragen gleichzeitig zur Landschaftspflege bei.

Durch die ganzjährige Weidehaltung können die Tiere stressfrei aufwachsen, sich bewegen und ihr natürliches Verhalten ausleben. Das wirkt sich positiv auf die Fleischstruktur, den Geschmack und die Qualität aus – gleichzeitig pflegen die Tiere die Landschaft nachhaltig.